Gesunde Grenzen setzen –
und empfangen
Warum klare, gesunde Grenzen Beziehungen vertiefen statt zerstören
Gesunde Grenzen setzen – allein der Gedanke daran löst bei vielen Menschen Unbehagen aus. Vielleicht kennst du Sätze wie: „Ich will niemanden verletzen.“, „Dann denken die anderen, ich sei egoistisch.“ oder „Das fühlt sich irgendwie falsch an.“
Gerade in Beziehungen – privat wie beruflich – werden Grenzen häufig missverstanden. Dabei sind sie kein Zeichen von Abgrenzung im Sinne von Rückzug oder Kälte, sondern im Gegenteil: ein Ausdruck von Selbstrespekt, Klarheit und Beziehungsliebe.
In meiner Arbeit als Life Coach und psychologische Beraterin für Achtsamkeit, emotionale Intelligenz und Sinnfindung in Freiburg erlebe ich immer wieder, wie transformierend es sein kann, gesunde Grenzen zu setzen und die Grenzen anderer zu respektieren.
Gesunde Grenzen setzen – was ist es, und was nicht?
Inspiriert von der Arbeit von Brené Brown lässt sich ein zentraler Unterschied klar benennen:
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Grenzen sind keine Mauern.
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Grenzen sind flexibel, durchlässig und lebendig.
Mauern entstehen aus Angst, Verletzung oder Misstrauen. Sie trennen uns von anderen.
Gesunde Grenzen hingegen entstehen aus Selbstkenntnis und Selbstfürsorge. Sie helfen uns zu spüren:
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Was tut mir gut?
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Wo endet meine Verantwortung – und wo beginnt die der anderen?
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Wie kann ich in Beziehung bleiben, ohne mich selbst zu verlieren?
Paradoxerweise ermöglicht gerade gesunde Grenzen setzen, Beziehungen langfristig zu pflegen und zu genießen
Gesunde Grenzen setzen heißt nicht, Menschen auszusortieren
Ein weit verbreiteter Irrtum ist die Annahme, dass Grenzen bedeuten:
„Ich will dich nicht mehr in meinem Leben haben.“
In Wahrheit lautet die Botschaft gesunder Grenzen oft:
„Ich möchte dich in meinem Leben behalten – und dafür brauche ich Klarheit.“
Grenzen schützen nicht nur uns selbst, sondern auch die Beziehung. Sie verhindern unausgesprochene Erwartungen, Überforderung, stillen Groll und emotionale Erschöpfung.
Besonders empathische, feinfühlige Menschen haben hier oft ein Thema: Sie spüren die Bedürfnisse anderer sehr genau – verlieren dabei aber den Kontakt zu ihren eigenen.
Warum sich Grenzen setzen oft erst einmal falsch anfühlt
Wenn du beginnst, neue Grenzen zu setzen, ist es völlig normal, dass sich dabei Gefühle von Schuld, Unsicherheit oder innerem Widerstand zeigen.
Warum?
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Viele von uns wurden nicht darin bestärkt, ihre Bedürfnisse klar zu benennen.
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Anpassung wurde häufig belohnt, Abgrenzung eher kritisch gesehen.
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Unser Nervensystem kennt alte Muster – Neues fühlt sich ungewohnt an.
Das Gefühl von „Das ist komisch“ ist kein Zeichen, dass du etwas falsch machst.
Es ist ein Zeichen dafür, dass du etwas Neues lernst.
Gesunde Grenzen setzen ist eine Übung – kein Schalter
Grenzen setzen ist kein einmaliger Akt, sondern ein Prozess.
Du darfst:
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dich herantasten
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nachjustieren
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Fehler machen
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lernen, dich selbst ernst zu nehmen
Genauso wichtig – und oft noch herausfordernder – ist es, die Grenzen anderer zu akzeptieren und zu ehren.
Das bedeutet:
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ein Nein nicht persönlich zu nehmen
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Verantwortung bei sich zu lassen
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die Autonomie des Gegenübers zu respektieren
Auch das ist Beziehungskompetenz.
Gesunde Grenzen kommen aus Liebe – nicht aus Böswilligkeit
Aus achtsamer Perspektive sind Grenzen kein Akt der Abwehr, sondern der Verbundenheit.
Sie sagen:
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Ich kenne mich.
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Ich übernehme Verantwortung für mich.
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Ich begegne dir ehrlich.
Und genau das schafft echte Nähe.
Unterstützung beim gesunde Grenzen setzen in Freiburg
Wenn du merkst, dass dir das Thema Grenzen setzen – oder Grenzen empfangen – schwerfällt, bist du damit nicht allein. In meinem Life Coaching in Freiburg begleite ich Menschen dabei,
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ihre eigenen Bedürfnisse wieder wahrzunehmen
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innere Klarheit zu entwickeln
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Schuldgefühle zu verstehen und aufzulösen
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Beziehungen authentisch und achtsam zu gestalten
Grenzen setzen kann gelernt werden – in deinem Tempo, auf deine Weise.
Möchtest du dich selbst besser verstehen und gesunde Grenzen entwickeln?
Dann lade ich dich herzlich ein, Kontakt aufzunehmen oder einen Termin zu vereinbaren.
Denn gute Beziehungen beginnen immer bei der Beziehung zu uns selbst.
Sarah Toussaint
Hallo, ich bin Sarah Toussaint, erfahrene Coachin, zertifizierte Trainerin für Achtsamkeit, emotionale Intelligenz und sowie psychologische Beraterin nach Dr.Viktor Frankl. Mit Leidenschaft inspiriert und begleite ich Menschen in individuellem Coaching in meiner privaten Praxis sowie durch Vorträge, Seminare und Workshops. Hier im Blog findest du spannende und inspiriende Artikel zu verschiedensten Themen rund um Achtsamkeit, Coaching, Persönlichkeitsentwicklung, innere Heilung und Wachstum.
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